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Drückjagd

Drückjagd – die Grundlagen

Drueckjagd WinterDie Drückjagd gehört zu den Gesellschaftsjagden. Sie hat zum Ziel, in kurzer Zeit eine hochwertige Strecke zu erzielen. Natürlich spielt auch das Jagen in Gesellschaft eine grundsätzliche Rolle – gemeinsam Erlebtes verbindet und macht einfach mehr Spaß.Die Jäger sitzen flächendeckend verteilt an den Wechseln – meist auf den Ansitzeinrichtungen. So kann eine hohe Sicherheit für alle an der Jagd Beteiligten gewährleistet werden. Das langsame Zutreiben des Wilds ist ausschlaggebend dafür, dass die Jäger das Wild gut ansprechen und tierschutzgerecht erlegen können.Die Drückjagd zeichnet sich dadurch aus, dass viele Treiber, jedoch wenige bis gar keine Jagdhunde daran teilnehmen. Zum Vergleich: Die Stöberjagd wird von Jagdhunden dominiert (teilweise sind gar keine Treiber dabei) und bei der Treibjagd sind viele Hunde und viele Treiber im Forst unterwegs.

Durch den reduzierten Einsatz bzw. Verzicht von Hunden, wird das Wild nur vorsichtig beunruhigt und in gemäßigtem Tempo an den Schützenständen vorbeigezogen. Drückjagden finden nur im Winterhalbjahr und auch nur bei Tageslicht statt. Durch Drückjagden wird der Wildbestand im Forst effektiv und schonend bejagt. Im besten Fall wird die Fläche nur an ein bis zwei Tagen im Jahr schonend bejagt und dann wieder lange Zeit in Ruhe gelassen.

Eine Drückjagd erfordert einen hohen personellen und zeitlichen Aufwand bei Planung und Organisation. Als erstes wird das  Jagdkonzept erstellt und Ansitzeinrichtungen gesucht bzw. gestellt. Auch die Verwaltung der Jagdgäste  – von der Teilnehmerliste bis zum Info-Material – und die Absicherung öffentlicher Wege und Straßen sowie das Aufstellen von Warnschildern sowie die Sperrung von Forstflächen ist nicht zu unterschätzen.

Dazu kommen die Einweisung von Hilfspersonal, die Durchführung von Aufbrechpausen und die Nachsuche des Wilds bis zum Schüsseltreiben. Aber auch bei der Nachbereitung der Drückjagd gibt es noch einiges zu tun: der Abtransport des Wilds muss sichergestellt sein und auch die Warnschilder und Sperrungen müssen wieder entfernt und aufgehoben werden.

Zubehör für die Drückjagd bei Grube oder Frankonia

In der Regel erfolgt die Drückjagd auf Schalenwild oder auch auf den Rotfuchs. Für den optimalen Jagderfolg ist das richtige Zubehör das A und O. Angefangen von der Jagdbekleidung über die Jagdwaffe bis zum Zielfernrohr. Büchse bzw. kombinierte Waffe sind die bevorzugten Waffen einer Drückjagd. Es ist wichtig, dass Jäger die richtige Waffe dabei haben und sie auch beherrschen. Wer lange an der Büchse hantieren muss, bevor er anlegt, hat  das Wild vielleicht schon verpasst.

Hier kommt die Doppelbüchse zum Einsatz. Bei der  Drückjagd ist sie die beste Wahl für hohe Erfolgschancen. Zwei Kugelläufe ermöglichen eine schnelle Schussabgabe im Anschlag ohne erneuten Ladevorgang. Aber auch Standardrepetierbüchsen und Geradezurepetierer sind sehr gut geeignet, wenn man das repetieren beherrscht.

 

Unser Fazit zur Drückjagd

Gesellschaftsjagden machen Spaß und verbinden. Die Drückjagd hat zusätzlich den Vorteil, dass das Wild schonend gejagt und erlegt wird. Die Tiere werden nur sanft bewegt und nicht hektisch aufgescheucht. Das erklärt auch den reduzierten bzw. Verzicht auf den Einsatz von Jagdhunden. Trotzdem ist der Erfolg einer Jagd ist nicht planbar – eine gute Vorbereitung ist unverzichtbar. Forst und Hund wünscht allen Jägern viel Erfolg.