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Die Treibjagd

Grundsätzliches zur Treibjagd

Im Gegensatz zur Einzeljagd gehört die  Treibjagd zu der so genannten Gesellschaftsjagd. D.h. treibjagdhier arbeiten mindestens  vier Schützen, Treiber und Jagdhunde eng zusammen. Mehrere Jäger werden dabei von den Treibern bei der Jagd unterstützt. Treibjagden finden meist auf offenen Flächen auf Hasen und anderes Niederwild außer Rehwild statt.
Eine oft angewendete Art der Treibjagd ist das Kesseltreiben. Dabei wechseln sich Schützen und Treiber nebeneinander ab und bilden einen Kreis von mindestens einem Kilometer Durchmesser. Sobald der Kreis (Kessel) geschlossen ist, marschieren Schützen und Treiber gemeinsam auf den Mittelpunkt zu.

Anfänglich ist es noch gestattet, in den Kessel hinein zu schießen, ab einer Gefährdungsdistanz von weniger als 400 Metern wird auf das Hornsignal „Treiber rein“ jedoch nur noch nach außen geschossen. Wann das Hornsignal gegeben wird, bestimmt der Jagdleiter. Bei der Niederwildjagd auf Hase oder Fasan dürfen Jäger im übersichtlichen Gelände nur dann sein Gewehr geladen mit sich führen und schießen, wenn sich keine Personen in der Nähe befinden. Bei den Treibjagden müssen Jäger und Treiber orangefarbene Westen tragen. Dadurch heben sich die Beteiligten farblich eindeutig von der Umgebung ab. Sobald die Sichtverhältnisse schlecht werden, muss eine Treibjagd eingestellt werden. Die Verständigung der Jäger untereinander erfolgt über Signalhörner, deren Schallzeichen Bestandteil der Jagdprüfungen sind. Hunde sind bei einer Treibjagd auf Niederwild besonders nützlich. Sie helfen, das Wild aus der Deckung zu treiben und sind bei der Nachsuche auf Niederwild unverzichtbar.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Im Vorfeld bestimmt der Revierbesitzer, in dessen Revier die Treibjagd stattfinden soll, einen Jagdleiter. Der Revierbesitzer kann diese Aufgabe auch selbst übernehmen. Treibjagden sollten sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Unerlässlich ist, dass der Jagdleiter vor Beginn der Jagd wichtige Hinweise für eine reibungslosen und gefahrlosen Ablauf an die Beteiligten weitergibt. So sollten alle an der Jagd Beteiligten das Revier kennen, das gilt auch für die Fahrer von Transportfahrzeugen. Mehrere Beauftragte des Jagdleiters weisen die Schützen ein – diese übernehmen in der Regel auch die Treiberwehr.

Was ist bei der Treibjagd noch zu beachten

Eine hohe Bedeutung kommt der Einhaltung der Schussbereiche zu, die entsprechend bezeichnet werden müssen. Ebenfalls zu beachten ist das Berechnen des Streubereichs der Schrotkugeln, damit nicht Unbeteiligte zu Schaden kommen. In das Treiben selbst darf nicht geschossen werden.